Kölner Feuerwehr hat kein Vertrauen mehr in die eigene Führung, Kölner Stadt-Anzeiger v. 03.03.2018

Köln – Es rumort heftig bei der Berufsfeuerwehr Köln: Überlastung vor allem im Rettungsdienst, psychische Probleme von Beamten – und nun hat sich die Gewerkschaft Verdi zu Wort gemeldet und wirft der Feuerwehrführung zudem „intransparente Entscheidungen“ bei Beförderungen und einen „veralteten Führungsstil“ vor. Die Stadtverwaltung hat die Kanzlei Hotstegs Rechtsanwaltsgesellschaft aus Düsseldorf als Ombudsstelle eingesetzt. Die Juristen sollen Klagen von Feuerwehrleuten vertraulich entgegennehmen und an die Stadtverwaltung weiterleiten, auf Wunsch auch anonym.

Interne Kritik nicht erwünscht?

Worum geht es im Einzelnen? Viele der knapp eintausend Kölner Feuerwehrleute sind unzufrieden, weil sie mehr im Rettungsdienst als im Brandschutz eingesetzt würden. Dabei sei der Anteil der Rettungsdiensteinsätze zuletzt schon von 53 auf 44 Prozent reduziert worden, erwidert die Feuerwehr. Die meisten Einsätze nehmen die Hilfsorganisationen Rotes Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter und Malteser sowie eine externe Firma wahr.

Verdi ist das aber noch zu wenig. Die Gewerkschaft fordert, Rettungsassistenten oder Notfallsanitäter als Tarifbeschäftigte einzustellen, damit sich die Situation weiter entspannt und die Feuerwehrleute sich wieder mehr auf den Brandschutz samt entsprechender Fortbildungen konzentrieren können.

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