{"id":6473,"date":"2018-08-15T09:51:04","date_gmt":"2018-08-15T07:51:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hotstegs-recht.de\/?p=6473"},"modified":"2018-08-15T09:51:04","modified_gmt":"2018-08-15T07:51:04","slug":"berufsfeuerwehr-stellt-jahresbericht-vor-und-startet-reformprozess-report-k-de-v-14-08-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.hotstegs-recht.de\/?p=6473","title":{"rendered":"Berufsfeuerwehr stellt Jahresbericht vor und startet Reformprozess, report-k.de v. 14.08.2018"},"content":{"rendered":"<p>K\u00f6ln | Am heutigen Dienstag haben Stadtdirektor Stephan Keller und der Chef der K\u00f6lner Berufsfeuerwehr Johannes Feyrer die Bilanz der K\u00f6lner Feuerwehr f\u00fcr das Jahr 2017 vorgestellt. Zugleich finden am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch zwei Parallelveranstaltungen statt, die einen Reformprozess einl\u00e4uten sollen.<\/p>\n<p>Insgesamt zogen Stadtdirektor und Feuerwehrchef eine positive Bilanz im vergangenen Jahr, auch wenn die Einsatzzahlen im vergangenen Jahr erneut gestiegen sind. Das lag vor allem an der gestiegenen Zahl von Eins\u00e4tzen im Rettungsdienst, hier musste die K\u00f6ln Feuerwehr 188.965 Eins\u00e4tze fahren, ein Plus von vier Prozent. Diese Summe verteilte sich auf 153.571 Eins\u00e4tze mit Rettungswagen sowie 35.394 Eins\u00e4tze f\u00fcr den Notarzt. Die K\u00f6lner Feuerwehr ist einer von insgesamt sechs Rettungsdienstanbieter in der Domstadt und mit einem Anteil von 43,8 Prozent der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte. Mehr als 90 Prozent der gesamten Eins\u00e4tze entfallen dabei auf den Rettungsdienst.<!--more--><\/p>\n<p>&#8222;Der Jahresbericht 2017 ist eine beeindruckende Leistungsbilanz der Feuerwehr K\u00f6ln. Die Feuerwehr macht in der Breite ihres Einsatzspektrums hervorragende Arbeit. Wir k\u00f6nnen den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sagen. Die Stadt ist in sicheren H\u00e4nden, was die Feuerwehr und den Rettungsdienst angeht&#8220;, betonte der zust\u00e4ndige Beigeordnete, Stadtdirektor Stephan Keller, bei der heutigen Pr\u00e4sentation des Jahresberichts. Neben dem Einsatzschwerpunkt Rettungsdienst wurden 151 Menschen bei Br\u00e4nden von der Feuerwehr gerettet. Rund 7.500 Eins\u00e4tze gab es 2017 bei den Sonderaufgaben, insbesondere dem Transport von intensivmedizinisch betreuten Personen. Das wieder sei eine Auswirkung der Gesundheitsstrukturreform, die zunehmend auf spezialisierte Kliniken setze. Der Intensivtransporthubschrauber \u201eChristoph Rheinland\u201c kam 2017 auf 751 Eins\u00e4tze, die anderen 90 Prozent bew\u00e4ltigt die K\u00f6lner Feuerwehr mit Spezialfahrzeugen.<\/p>\n<p><strong>Kerngesch\u00e4ft Brandbek\u00e4mpfung: Heimrauchmelder sorgen f\u00fcr mehr Eins\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p>Hinzu kamen 15.752 Alarmierungen der Feuerwehr. Hier machten so genannte \u201eHilfeleistungen\u201c mit 7.816 Eins\u00e4tzen mehr als die H\u00e4lfte der Eins\u00e4tze aus. Gegen\u00fcber dem Vorjahr hat sich deren Anzahl nicht wirklich ver\u00e4ndert, 1.334 Menschen wurden dabei gerettet. Hinzu kamen im vergangenen Jahr 1.603 Eins\u00e4tze durch Alarmierungen von Brand- und Gefahrenmeldeanlagen. Insgesamt haben rund 1.750 Objekte in K\u00f6ln solche Anlage, die Alarmierung sei sehr schnell und vergleichsweise zuverl\u00e4ssig. Mit 2.108 Brandeins\u00e4tzen gab es im vergangenen Jahr ein Plus von rund 170 oder neun Prozent.<\/p>\n<p>\u201eDie Zunahme bei den Brandeins\u00e4tzen liegt vor allem bei den so genannten Kleinbr\u00e4nden\u201c, erl\u00e4uterte Feuerwehrchef Johannes Feyrer beim heutigen Pressetermin. Von Gro\u00dfbr\u00e4nden spricht die Feuerwehr, wenn mehr als drei Strahlrohre im Einsatz sind. Davon gab es 2017 gerade noch drei. \u201eAls ich vor 30 Jahren bei der K\u00f6lner Feuerwehr anfing, waren es rund 50\u201c, so Feyrer weiter. Bei vielen Kleinbr\u00e4nden, gerade auch in Wohnungen mit Rauchmeldern aber kann die Feuerwehr bereits helfen, wenn der Brand sich noch gar nicht richtig ausgebreitet hat. Mit 828 stieg die Zahl der Eins\u00e4tze durch Heimrauchmelder um 82 Prozent.<\/p>\n<p>Doch die positive Seite hat auch eine negative. Nur 44 Prozent der Alarme waren \u201eecht\u201c. Das bedeutet, dass die Zahl der Fehlalame mit 4.221 insgesamt ebenfalls stark angestiegen ist. Dennoch sei die seit Jahresanfang geltende Pflicht eines Heimrauchmelders \u201esehr segensreich\u201c. \u201eRauchmelder retten Menschenleben\u201c, stellte Feyrer fest.<\/p>\n<p><strong>Vakanzen und Krankenstand unter dem Durchschnitt der Gesamtverwaltung<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt stehen auch bei der Berufsfeuerwehr die Zeichen auf Ausbau. Z\u00e4hlte die K\u00f6lner Berufsfeuerwehr zum Jahreswechsel noch 1.383 Besch\u00e4ftigte, waren es im August 2018 bereits rund 1.460. Davon sind rund 1.000 auf den Rettungswachen im Einsatz, der Rest verteilt sich auf den so genannten \u201er\u00fcckw\u00e4rtigen Bereich\u201c. Besonderen Wert legten Feyrer und Keller auf die Rekrutierung weiterer Frauen f\u00fcr den Feuerwehrberuf. Zwar gibt es inzwischen acht Damen im Dienst der Berufsfeuerwehr, aber bezogen auf die Gesamtheit der Feuerwehr k\u00f6nnte es durchaus mehr sein. Zum Vergleich: Bei den Freiwilligen Feuerwehren in K\u00f6ln sind bereits 42 Frauen im Einsatz (bei einer Gesamtzahl von 736 Einsatzkr\u00e4ften).<\/p>\n<p>Mit einer Vakanz von rund f\u00fcnf Prozent (\u201evon 1000 Stellen im Einsatzdienst sind rund 50 unbesetzt\u201c) liege die Berufsfeuerwehr oberhalb des Durchschnitts der st\u00e4dtischen Verwaltung. In vielen technischen \u00c4mtern der Stadtverwaltung gibt es trotz jahrelanger intensiver Bem\u00fchungen deutlich h\u00f6here Zahlen. Auch bei der Frage nach den \u00dcberstunden gebe es in der Berufsfeuerwehr keine allzu gro\u00dfen \u00dcberh\u00e4nge. \u00dcberstunden, wie sie etwa durch freiwillige Sicherheitsdienste bei Gro\u00dfveranstaltungen entstehen (2017: rund 30.000 Stunden), werden zwei Mal im Jahr abgerechnet und in der Regel ausbezahlt.<\/p>\n<p>In punkto Ausstattung war das vergangene Jahr das mit der bisher gewaltigsten Modernisierung. In einer \u201enie dagewesenen Weise\u201c wurden alleine 50 neue Rettungsfahrzeuge angeschafft und in Betrieb genommen. Um die Beschaffung und Bewirtschaftung noch effizienter zu gestalten, wolle man nun ein neues Fahrzeugkonzept einf\u00fchren. Das diene dazu, dass Berufs- und die freiwilligen Feuerwehren nicht mehr mit verschiedenen Modellen unterwegs sind.<\/p>\n<p><strong>Zwei Veranstaltungen als &#8222;Kick-Off&#8220; f\u00fcr einen Reformprozess<\/strong><\/p>\n<p>Am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch hat die Stadt K\u00f6ln ihre Feuerwehrleute zu zwei Parallelveranstaltungen eingeladen. F\u00fcr Stadtdirektor Keller ist das so etwas wie der Start f\u00fcr einen \u201eReformprozess\u201c. Nachdem Anfang M\u00e4rz unter anderem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Alarm geschlagen hatte, wolle man nun die zwischenzeitlichen Gespr\u00e4che und Anregungen zwischen Dezernent und Besch\u00e4ftigten in einen \u201eReform- und Gestaltungsprozess\u201c \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die zwei Veranstaltungen, die \u00fcbrigens inhaltlich deckungsgleich sind, wurden aus R\u00fccksicht auf die speziellen Anforderungen der Beteiligten organisiert. So sollen m\u00f6glichst viele Interessierte die M\u00f6glichkeit erhalten, sich in den  Beteiligungsprozess einzubringen. Das sei bei der Feuerwehr wegen des Schichtdienstes bei den Einsatzkr\u00e4ften so \u00fcblich, versicherte der Stadtdirektor.<\/p>\n<p>Wie Keller weiter ausf\u00fchrte, geht es dabei um 45 bis 50 Einzelthemen, die auf den Veranstaltungen zu drei Themenbl\u00f6cken zusammengefasst werden sollen. Neben dem Thema \u201eF\u00fchrung\/Kommunikation\u201c sowie dem Block \u201eArbeitszeit- und Dienstplan-Modell\u201c geht es auch um \u201ePersonalerhaltung und -gewinnung\u201c. Hier geht es auch um Fragen der Verg\u00fctung und F\u00f6rderung. Der Prozess soll intensiv mit den Beteiligten abgestimmt werden, mit der Kick-Off-Veranstaltung sollen Arbeitsgruppen auf den Weg gebracht und Verfahrensfragen gekl\u00e4rt werden. \u201eIch verspreche mir viel davon\u201c, betonte Keller.<\/p>\n<p><strong>Ombudsstelle soll ein weiteres Jahr bleiben \u2013 Nachfolge f\u00fcr Feyrer gesucht<\/strong><\/p>\n<p>Begleitet wird der Prozess von externen Moderatoren, auch \u201eum gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Objektivit\u00e4t\u201c zu gew\u00e4hrleisten. Anfang M\u00e4rz dieses Jahres hatte Keller dazu eine Ombudsstelle eingerichtet, an die sich Feuerwehrleute wenden k\u00f6nnen, wenn sie mit sich \u00fcberlastet sehen. \u00dcber die Zahl der bei der beauftragten D\u00fcsseldorfer Kanzlei eingegangenen R\u00fcckmeldungen machte Keller zwar keine Angaben. Aber auch diese sollen in den folgenden \u201eReformprozess\u201c eingebracht werden. In der Vergangenheit sei die Ombudsstelle \u201erege genutzt\u201c werden. Zun\u00e4chst auf ein Jahr befristet, gibt es eine vertragliche Option auf ein weiteres Jahr. \u201eIch hab im Moment keinen Anlass, sie im Moment aufzul\u00f6sen\u201c, so Keller.<\/p>\n<p>Ein Dilemma sieht Keller im \u201eTiming\u201c. Denn auf der einen Seite soll der Reformprozess so schnell wie m\u00f6glich ge\u00f6ffnet werden. Auf der anderen Seite aber steht mit dem Ausscheiden Feyrers im M\u00e4rz 2019 eine wichtige Personalie an. Keller hofft, dass die Nachfolgerin bzw. der Nachfolger gefunden ist, bevor der heutige Feuerwehrchef seinen Ruhestand antritt. In punkto Reformvorgaben will Keller aber auch der Nachfolgerin bzw. dem Nachfolger die M\u00f6glichkeit geben, sich an diesem Verfahren zu beteiligen. Anfang 2019 soll es daher eine erste Bilanz dazu geben. Der f\u00fcr die Nachfolge beauftragte Personalberater sucht \u00fcbrigens bundesweit. \u201eWir suchen die beste Frau oder den besten Mann im gesamten Land\u201c, stellte Keller klar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>K\u00f6ln | Am heutigen Dienstag haben Stadtdirektor Stephan Keller und der Chef der K\u00f6lner Berufsfeuerwehr Johannes Feyrer die Bilanz der K\u00f6lner Feuerwehr f\u00fcr das Jahr 2017 vorgestellt. Zugleich finden am heutigen Dienstag und morgigen Mittwoch zwei Parallelveranstaltungen statt, die einen Reformprozess einl\u00e4uten sollen. 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